An alle introvertierten Menschen: Ihr braucht euch nicht zu verstecken!

Wer mich kennt, weiß dass ich eine offene Person bin, oftmals dazu neige Witze zu machen und Menschen zum Lachen zu bringen. Gleichzeitig bin ich jedoch ein ruhiger Zuhörer, Berater für alle Lebenslagen und introvertiert.
Ich denke nach bevor ich rede und versuche mich stets so auszudrücken, sodass mein Gegenüber mich versteht. Wie viele Introvertierte Menschen, hatte ich Probleme in großer Runde meine Gedanken zu äußern. Ich wirkte vor ein paar Jahren auf viele schüchtern, auch wenn ich nur ruhig war. Oftmals bleiben mir durch diese Charaktereigenschaft, Jobs verwehrt – da ich einfach nicht ins Bild passte. Man brauchte jemand Lautes.

Heute bin ich froh darüber, diese Stellen nicht bekommen zu haben und ich erinnere mich mit einem Lächeln daran zurück. Denn die Absagen haben mich motiviert – ich hatte keine Lust mehr wegen meiner Introvertiertheit abgelehnt zu werden! Also habe ich daran gearbeitet, denn selbst wenn man introvertiert ist, heißt das noch lange nicht; dass man Gesellschaftlich immer in den Schatten springen muss. Wir Introvertierten können, genauso gut unsere Gedanken teilen, argumentieren oder beraten. Wir sind es nur nicht gewohnt.

Anfangs fühlte es sich schwer an meine Gedanken zu äußern…

Ich hatte es schwer meine Gedanken zu äußern, denn oftmals waren sie Bilder statt Worte, verknüpft mit Emotionen. Es war als würde ich Anderen meine inneren Kunstwerke mehr schlecht als recht umschreiben wollen. Ich hatte Angst, dass Menschen mich nicht verstehen würden – aber überraschenderweise verstanden sie es.

Und je mehr ich mich mitteilte, desto mehr merkte ich: „Das klappt doch und es ist gar nicht so schlimm Aufmerksamkeit zu bekommen.“

Offen zu Reden ist eine Gewohnheitssache und je öfter ihr euch traut, desto leichter geht es. Redet euch nicht ein das eure Ideen doof sind oder etwas nicht mitteilungswürdig. Denn sie sind genauso wertvoll, wie alle anderen Worte auch und oftmals zeigen sie völlig neue Wege auf. Sie fördern den Austausch und das Finden neuer Lösungen – also traut euch und bringt euer Inneres nach außen.

Was ist wenn ich dabei Probleme habe?

Probleme sind vollkommen normal. Anfangs hatte ich bei wichtigen Sachen unter Fremden immer das Problem, das ich halbfertige Satzkonstruktionen rausbrachte. Ich wäre fast im Boden versunken, aber niemanden hat das gestört. Wir sind schließlich alle nur Menschen.

Geholfen hat es mir dann meine Gedanken zu ordnen. Der wichtigste Faktor dabei war das Bloggen, denn je mehr Worte ich zu Papier brachte, umso leichter viel es mir mich zu artikulieren – egal wo. Sicherlich gibt es noch manche Momente in denen das nicht so Recht klappen will, vor allem bei unvorbereiteten Vorträgen, aber ich arbeite dran!

Wichtig ist es nicht aufzugeben und dran zu bleiben, denn wenn ihr was innerlich wollt, kann euch keine Veranlagung daran hindern.


Inspiriert zu diesem Artikel wurde ich von Caro tells the world, welche in der vergangenen Woche einen Artikel mit dem Namen „Introvertiert sein – ist das schlimm?“, verfasste.

2 Comments

  1. Andreas sagt:

    Irgendwie gibt es da scheinbar einen Zusammenhang zwischen Introvertiertheit und der Liebe zum Schreiben. Wenn ich schreibe, habe ich das Gefühl, meine Gedanken so lange formulieren zu können, bis sie genau richtig verstanden werden.

    1. Sabrina sagt:

      Ja das habe ich ebenfalls 🙂

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