Hilfe – ich bin Hochsensibel

Stühle quietschen über den Boden, Menschen sprechen und irgendwo hinter mir schaut jemand laut ein Video. Angestrengt versuche ich der Stimme schräg gegenüber von mir zuzuhören, doch ich kann die Geräusche nicht ausblenden. Vor ein paar Jahren war dies eine Situation, welche mir auf Dauer an die Substanz ging. Heute ist es besser. Da ich mich absichtlich reizüberfluteten Umgebungen aussetze, um meine sensiblen Fühler etwas zu trainieren. Ich bin eine dieser hochsensiblen Menschen, die sich so langsam aus ihrem Schneckenhaus trauen.

Was bedeutet Hochsensibilität?

Hochsensible Menschen sind empfindlicher für Reize der Umwelt. Wir können schwer von Empfindungen abschalten und haben oft eine ausgeprägte Empathische Veranlagungen. Daher leiden hochsensible Menschen öfter unter Stress und Erschöpfung. In Deutschland ist dieses Thema weitgehend unerforscht und die Forschung steckt noch in ihren Kinderschuhen.

Wie du mit Hochsensibilität umgehen lernst

    1. Wenn du dich in Menschenmassen bewegst, konzentriere dich auf deine Gedanken und den Ort an den du hin willst.
    2. Kapsle dich zur Not mit Musik und einem Buch in öffentlichen Verkehrsmitteln ab.
    3. Setze dich bewusst stressigen Situationen in der Öffentlichkeit aus, um deinen Körper zu trainieren. Es muss nie lange sein, jedoch wer regelmäßig unter Menschen ist, lernt sich mehr auf sich zu fokussieren.
    4. Falls du eine Neigung zur Empathie hast, fühle dich nicht gleich in jeden Fremden ein, sondern bleibe an der Oberfläche. Ansonsten zehrt das auf Dauer an deinen Kräften. Wenn du zusätzlich ein starkes Helfersyndrom besitzt, ist abschalten etwas schwerer. Sei dir klar: Du kannst nicht allen Menschen helfen. Auch wenn dich dann ein schlechtes Gewissen plagt. Abhilfe kannst du z.B. durch soziales Engagement schaffen.
    5. Gönne dir zwischendurch Ruhepausen in denen du dich zurückziehen kannst.

 
Mit diesen Methoden habe ich gelernt mit dieser Temperamenteigenschaft umzugehen. An sich existiert keine Universallösung, aber Ansätze auf denen man selbst aufbauen kann. Das Wichtigste ist: Hochsensibilität ist nichts Schlimmes und kann dir sogar Türen öffnen. Habt ihr euch in dem Text wiedererkannt?



Mehr Informationen zum Thema Hochsensibilität:
Zart Besaitet
Die Welt
Huffington Post

Habt ihr vorher schon mal von dem Thema gehört? Seid ihr ebenfalls hochsensibel?

- Sabrina / Bloggerin


5 Comments

  1. Nora Veith sagt:

    Meditation hilft auch:)

  2. Katrin sagt:

    O wie gut ich das kenne ! <3 danke für den Beitrag*** Momentan sit soviel negatives auf der Welt allgemein los als auch in den Menschen… w~ Wir sind ja irgendwie alle eins~ zumindest wie in einem Netz stelle ich es mir vor…:) ~ so werden die Schwingungen AUTOMATISCH übertragen~ WER SICH nicht SCHÜTZEN KANN macht derzeit sicher eine schlimme Zeit durch…auch Depressionen können auftreten usw… Meditation ist eine gute Methode zur Hilfe…<3

  3. Claudia sagt:

    Sich Ruheoasen schaffen kann viel helfen. Ich merke inzwischen, wann ich Ruhe brauche, aber ich igle mich nicht ein und gehe auch manchmal gerne unter Leute. Wichtig ist mir nur, dass ich immer einen Rückzugsort für mich habe. Ich könnte zum Beispiel nicht nach einer Feier auch noch in einem Hotelzimmer mit wem anders schlafen, da brauche ich dann Raum für mich allein. Mit Meditation kann ich nur in aktiven Formen etwas anfangen, meditatives Gehen, was mir aber mehr hilft ist Tai Chi oder Qi Gong.

  4. Ich weiss nun schon seit über einem Jahr, dass ich auch zu dieser „Sorte Mensch“ gehöre, und bin schon fast genauso lang Teil einer sehr netten Facebook-Gruppe für hochsensible Menschen, in der Möglichkeiten zum Austausch und ganz viele Tipps zum Umgang damit und sogar die Möglichkeit gibt, sich zu Treffen im „richtigen Leben“ zusammen zu finden: https://www.facebook.com/groups/327555927438207/

    Ich habe in den letzten Jahren vor allem gelernt, wie wichtig es ist, sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen – Hochsensibilität ist keine Schwäche – es ist an uns, uns so anzunehmen, wie wir sind.

    Meine Ruhe finde ich übrigens draussen im Grünen beim Wandern.

    Und bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch gleich für den Link auf eurer Seite bedanken! 🙂

    Liebe Grüsse,
    Kathi

    1. Sabrina sagt:

      Vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Hinweis!

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