Wie du Meditation erlernst

Meditation kommt vom lateinischen meditari, welches: „nachdenken, nachsinnen, überlegen.“ bedeutet. Unser Verstand soll mithilfe von Achtsamkeits-, Konzentrations- und Atemübungen beruhigt werden. Das Ziel einer Meditation ist eine Selbstzentrierung oder eine Gedankenleere, welche mit tiefer Entspannung und Beruhigung einhergeht. Dieser Zustand kann durch zwei Arten erreicht werden, einmal passiv im Sitzen oder in Yogapostionen und aktiv in Bewegung.

Wichtig für die Meditation im Sitzen ist vorherige Bewegung bzw. vorher gehende Entspannung, durch Musik, Sport und ähnlich entspannendes.

Die Passive

Vor dieser Meditation solltet ihr euch locker machen z. B. durch Bewegung, Musik oder Sport. Dann sucht euch eine bequeme Sitzposition auf einer  stabilen, aber nicht zu harten Unterlage. Je nachdem was euch besser liegt, könnt ihr versuchen Gedankenlosigkeit über visuelle Vorstellung oder über körperliche Konzentration zu erreichen.

Die visuelle Meditation

Stellt euch einen schönen Ort vor, z. B. das Meer, den Strand oder eine Wiese mit weiten Feldern. Wer Schwierigkeiten hat sich eine ganze Landschaft vorzustellen, kann damit beginnen sich einzelne Objekte vorzustellen und diese wie ein Puzzle wachsen zu lassen.

Ich nutze dafür meist einen Apfel, welchen ich vor mir in der Hand halte. Dann schließe ich die Augen und versuche ihn mir so genau wie möglich vorzustellen. So lustig es klingt manchmal hilft es mir dabei am Apfel zu riechen, um Erinnerungen zu wecken. Mit dem Apfel verbinde ich dann einen Apfelbaum, dessen Wurzeln tief im Boden der Wiese verankert sind. Im Anschluss sehe ich die Wiese welche sich sehr bequem anfühlt, die Wärme der strahlenden Sonne und den Wald in der Ferne.

Du gehst durch die Szene spazieren, versuchst dir alles so genau wie möglich vorzustellen – bis dein Geist völlig damit beschäftigt ist diese Welt aufrecht zu erhalten. Und schon meditierst du.

Diese Technik ist vor allem für Fragestellungen gut oder um Themen im Alltag zu verarbeiten.

Meditation lernen

Die körperliche Meditation

Im Zentrum der körperlichen Meditation steht der Atem. Du atmest bei ihr konzentrierst tief durch die Nase ein und aus. Weitere Entspannung kann du erlangen indem du in dich jede Stelle des Körpers einzeln hineinzufühlen. Du gehst dabei in deine linke Hand, zur Brust über rechten Hand, zum Unterkörper und entspannst so nacheinander alle deine Körperteile.

Diese Technik löst Verspannungen am ganzen Körper, ebenfalls Mikroverspannung, welche wir nur unter Belastung merken.

Die Aktive

Die aktive Meditation kennen manche Sportler unter euch bereits. Sie kommt durch komplettes Fokussieren auf die Bewegung des Körpers. Beim  Laufen wird sie unter Extrembelastung als Läuferhoch beschrieben und basiert auf chemischen Prozessen in unserem Körper. Ebenso wird Meditation auch im Qigong, Tai-Chi und im Kampfsport praktiziert und gelehrt. In diesen Artikel fokussiere ich mich mehr auf die Entspannungsmeditation des Qigong und Tai-Chi.

Für Qigong mag ich euch diesen Kanal von Einfach besser Leben nahe legen, da die Erklärungen sehr gut sind.


Für Tai Chi fand ich die Videos vom Tai-Chi-Dachverband Deutschland sehr hilfreich. Dazu habe ich euch extra eine Playlist erstellt.



Quelle: Videos vom Tai-Chi-Dachverband Deutschland e. V. b
 


 

Dieser Beitrag ist ein Teil unserer Anti-Stress Challenge, welche nächste Woche startet. Habt ihr schon Erfahrung mit Meditation gemacht? Würdet ihr es testen?

„Meditation bedeutet, bei allem, was man tut, völlig aufmerksam zu sein – beispielsweise darauf zu achten, wie man mit jemandem spricht, wie man geht, wie man denkt, was man denkt.“— Krishnamurti


11 Comments

  1. Claudia sagt:

    Tai Chi und Qi Gong mag ich sehr gerne, andere Formen der Meditation sind nicht so mein Fall, ist sicher auch eine Typfrage. Vielen Dank für die Links zu den Videos, die kannte ich noch nicht 🙂

    1. Tim sagt:

      Claudia,es freut mich sehr das dir die Videos gefallen.
      Ja, es gibt zum Glück ein breites Angebot an Methoden und Übungen, so ist für jeden etwas dabei, ganz nach den eigenden Vorlieben.
      Ich selbst meditere am liebsten im Liegen oder beim Sitzen, aber auch in der Bewegung kann ich entspannen.

  2. Ann-Kathrin sagt:

    Tai Chi und Qi Gong habe ich schon ein paar Mal ausprobiert und fand es sehr angenehm. Ich habe das Gefühl, dass ich die Bewegung brauche. Entspannungsformen, bei denen man relativ ruhig bleibt lösen in mir teilweise richtig Stress aus und ich bin im Anschluss angespannter als vorher.
    Liebe Grüße

    1. Sabrina sagt:

      Ich bin gerade auf der Suche nach der richtigen Methode und muss mal schauen was mir besser liegt 🙂

    2. Tim sagt:

      Als ich anfing mich für Meditationen zu beschäftigen hatte ich auch große Schwierigkeiten beim Sitzen mich zu entspannen und ruhig zu werden, da half viel Sport davor zu betreiben, dann wurde mein Körper meist ruhiger und ich konnte mich mehr entspannen, so fiehl es mir dann viel leichter.

  3. Yvonne sagt:

    Toller Beitrag, 🙂 ich meditiere unglaublich gerne (am liebsten in Form des bewwussten Atmens) und freue mich jetzt schon wieder riesig auf die wärmeren Monate des Jahres, wenn ichmich dazu auch endlich wieder öfter nach draußen setzten kann! 😉

    Ganz liebe Grüße
    Yvonne von The Beauty of Oz

    1. Tim sagt:

      Ich freue mich auch schon sehr auf den Sommer, leider bekomme ich so schnell einen Sonnenbrand.
      Doch in der Sonne zu meditieren wenn sie noch nicht ganz so sehr brennt ist ein tolles Gefühl.

  4. Emma sagt:

    Schöner Beitrag!
    Ich meditiere auch lieber „körperlich“, bzw. in Ruhe und in Stille.
    Anfangs habe ich mir immer vorgestellt, wie ein goldenes Licht durch meinen Körper fließt. Das hat mich dann so entspannt, dass ich die ersten paar Male eingeschlafen bin! 😀

    Alles Liebe,
    Emma

    1. Tim sagt:

      Vielen Dank für eure tollen Kommentare, freue mich über die vielen postiven und netten Antworten von euch.
      Zumal es mein erster öffentlicher Blogeintrag unter meinem Namen ist.
      @Emma:
      Ich stelle mich auch gerne Licht vor um meinen Körper wie unter der Sonne zu entspannen, es hilft mir immer sehr.

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