In was für einer Welt wollen wir leben?

Die aktuellen Bilder aus Brüssel stimmen mich traurig. Ich kann nicht nachvollziehen, was in den Köpfen dieser Menschen vorgegangen ist. Gleichzeitig mache ich mir Sorgen um die Zukunft. Wenn wir zusehen, wie sich die Welt immer weiter spaltet und radikalisiert, wachen wir irgendwann in einem Albtraum auf. Rivalisierende Gruppen werden bis in den Tod kämpfen, um Macht und Recht. Und wir, die Zuschauer, werden mitgerissen.

Wir sind es gewohnt passiv Filme auf der Leinwand zu betrachten. Ähnlich, so scheint mir, betrachten manche Menschen ihr Leben an sich vorbeiziehen. Unzufriedenheit ertragen sie passiv – bis das Fass überläuft. Die Verantwortung ist an die Regierenden abgegeben. Im Gegenzug erwarten sie ein sorgenfreies Leben.

Jeder Mensch will dieses sorgenfreie Leben.

Betrachten wir die Welt, sehen wir deutlich: Die bisherige Taktik funktioniert nicht. Ein Held in einem Film erreicht nie sein Ziel, wenn er nichts dafür tut. Er muss aktiv werden, sich selbst überwinden und das Hindernis angehen. Und genau das müssen wir auch.

Berg

Nein, es ist nicht damit getan einen Schuldigen zu suchen und auf ihn einzuprügeln.Im Anblick der Geschichte ist diese Taktik immer nach hinten losgegangen. Ob es jetzt Juden, Ungläubige oder hinterhältige Nachbarland waren.
Was können wir aus der Geschichte lernen ?

Hass bringt nur den Tod.

Es geht nicht darum Terror zu tolerieren, der Terror muss sterben. Wir dürfen uns von den Ereignissen nicht auseinanderrücken lassen – Schuldige lösen das Grundproblem nicht. Die Zeit ist da an der jeder einzelne von uns seine Faulheit überwindet, seine Verantwortung wieder nimmt und anfängt die Welt zu verbessern.

Ein guter Anfang wäre z. B. seine Mitmenschen so zu nehmen wie sie sind, wir sind alle Menschen¹. Denn Ausgrenzung bringt das Rad, des Hasses erst in Schwung.
 



  ¹ Behandelt jeden Menschen einfach mit Respekt, auch wenn sie euch den Respekt nicht entgegen bringen. Man muss sich nicht unbedingt auf die gleiche Ebene herabsetzen.

Wie habt ihr von den Attentaten erfahren? Ich habe es über Facebook erfahren, als Freunde in Sicherheit markiert wurden.

- Sabrina / Bloggerin


6 Comments

  1. Andre sagt:

    Sehr guter Artikel
    gefällt mir.
    Drei Daumen hoch!

  2. Christoph sagt:

    Ein nachdenklicher Tag geht zu Ende… Danke für deinen Artikel. Ich glaube nur Liebe und Mitgefühl hilft. Nicht Grenzen, nicht Hass, nicht Einmummmeln vor dem Fernseher.

  3. Guter, nachdenklicher Artikel, der auch einmal mehr zum selber nachdenken und vorallem auch handeln anregt. Gefällt mir sehr gut. Kann man deinem Blog auch irgendwie folgen ? Lg scarlet

    1. Sabrina sagt:

      Danke :). Ja du kannst uns auf Facebook, Twitter, Instagram, Rss oder auch auf Bloglovin finden.

      https://www.bloglovin.com/blogs/unkonform-14790403

  4. Ann-Kathrin sagt:

    Wir wohnen in Belgien und haben recht schnell von den Anschlägen erfahren. Es macht mir Angst, denn es kommt einfach immer näher. Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir mit unserer kleinen Tochter nach Brüssel zur deutschen Botschaft mussten – diese liegt nur unweit von der Metro-Station entfernt.
    Vielen Dank für diesen Artikel.

  5. Emma sagt:

    Wirklich sehr schön gesagt!

    Jeder Mensch hat die Möglichkeit aktiv etwas an der momentanen Situation zu verändern. Wir dürfen uns nicht einreden, dass „ein einziger Mensch eh nichts bewirken kann“.
    Doch, kann er! Und muss er, denn durch jammern und Schuldzuweisung wird das alles nicht besser, sondern nur schlimmer. Augen auf, sehen was da ist, es so nehmen wie es ist, und nicht so wie wir es gern hätten. Das ist der erste Schritt, und allein mit diesem Schritt ist schon viel gewonnen!

    Alles Liebe,
    Emma

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