Der Weg zur persönlichen Ernährungsform

Wir werden fast wöchentlich mit neuen Ernährungstrends – Paleo, Nordic, Superfoods, Fasten, Clean Eating – konfrontiert.

Hört man von einer neuen Ernährungsform und man interessiert sich für gesunde Ernährung, weil man vielleicht an dem jetzigen Ernährungsstil etwas ändern möchte, dann sollte man sich gründlich mit dem Thema auseinandersetzen. Manchmal reicht der Blick ins Internet einfach nicht, sondern man braucht Sekundär-Literatur. In meinem Bücherregal stehen  – neben vielen anderen Büchern – Literatur zu: Low Carb, Juicing, Vegan, Clean Eating, Vollwert, Vegetarisch. Für das erste Beschnuppern reicht aber immer noch das Internet, wenn man meint, hier lohnt es sich sich mehr zu informieren, dann muss man auch nicht sofort ein Buch kaufen, sondern Bibliotheken sind teils sehr gut ausgestattet.

Informationen rund ums Thema

Das aktive Auseinandersetzen mit Lebensmitteln und Ernährungsformen setzte bei mir vor ca 15 Jahren ein. Ich sah den Ernährungswissenschftler Udo Pollmer (er polarisiert gerne) im Fernsehen, der mit allerlei Vorurteilen und Mythen aufräumte. Über Geschmacksverstärker bis hin zum Cholesterin-Spiegel.

Dazu kamen ein paar Jahre später ein Film und ein Buch. Der Film heißt Food, Inc., ein Dokumentarfilm, die Bilder rütteln einen auf, tote Tiere, total verdreckte Ställe usw. Auch wenn der Film sich auf Zustände in den USA bezieht, lohnt es sich ihn anzuschauen. Gerade, wer sich für den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung und für genmanipuliertes Saatgut interessiert – eine echte Empfehlung. Mir hat Food, Inc. die Augen geöffnet.

Das Buch „Anständig essen“ von Karen Dave ist etwas für jeden, der noch auf der Suche ist und seine Ernährungsform aktiv finden will. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch sehr gut, was sie in ihrem einjährigen Selbstversuch durchgemacht hat. Von der ganz normalen Lebensmittel-Käuferin (mit Convenience Food etc) über Bio und Vegetarisch weiter zu Vegan und zum Abschluss hat sie sich frutarisch ernährt. Sie hat in diesem Jahr sich selbst kennengelernt und gelernt, was sie einfach braucht um sich gut zu fühlen und dabei „anständig“ zu essen. Neben den Erfahrungen mit jeder Ernährungs-Form gibt es Background-Infos für Interessierte und Interviews.

Kein Zwang, sondern Genuss

Bist du zum Beispiel gegen den Verzehr von Fleisch wird Paleo sicherlich nicht deine Ernährungsform werden, denn Paleo ist sehr fleischaffin. Oder wenn du unheimlich gerne Brot und Nudeln ißt, dann wirst du auf lange Sicht mit Low Carb nicht glücklich werden. Und manchmal zeigt der Körper dir, dass nur Saft nicht dein Ding ist.

Finde deinen eigenen Weg! Überleg, was ist dir wichtig und nicht zu verachten: Vergiss den Genuss nicht. Es muss immer noch schmecken.

Und hat man den gesunden Pfad mal verlassen, ist das nicht schlimm, Ausnahmen müssen immer drin sein.

1 Comments

  1. Hallo,
    deine letzten Worte sind sehr wichtig.
    Jede Ernährungsform hat ihre Vor- und Nachteile, aber es ist besonders wichtig, dass sie zu einem selbst passt. Wenn es gar nicht schmeckt, dann kann man es auch nicht tagtäglich praktizieren. Und was auch wichtig ist: Zu streng ist nicht gut. Man sollte sich immer vielfältig informieren und nicht in extreme verfallen. Sondern so anpassen, dass man gut und gesund damit leben kann.
    Leider sind Extreme momentan sehr im Trend und ich kriege Gänsehaut, wenn ich manche Empfehlungen lese. Kohlenhydrate machen zum Beispiel nicht grundsätzlich dick und Gluten ist für viele nicht schädlich…

    Liebe Grüße
    Alexandra

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